Der Weg ist das Ziel

Familie und Natur passen einfach zusammen. Das Zusammenspiel dieser Beiden Elemente sind in Harmonie.

Als ich mit meinen Kindern eine Wanderung von Obertrum am See nach Schleedorf über den Salzburger Buchberg gemacht habe, hatte ich wieder einmal ein schönes tiefgehendes Erlebnis. Der erste Abschnitt der Wanderung zeichnete sich – gefühlt für die Kinder – sehr beschwerlich ab, da es zu Beginn eine ganze Weile bergauf ging. Nach einer kurzen Erholungsphase im Gras, natürlich mit kindgerechter Stärkung, ging es wieder weiter. Wir haben uns mit Gras beworfen, Pferde gestreichelt, standen Barfuß im Bach, haben einfach nur geredet und sind quer über Wiesen gelaufen – wir haben die Freiheit einfach gelebt.

 

Als wir seelenruhig auf einer abgelegenen kleinen Straße gingen und wieder einmal den Vogeln nachgesehen haben, fragt mich meine Tochter aus heiterem Himmel: „Papa, warum leben wir eigentlich?“

So eine Frage von einem 7-jährigen Mädchen zu hören hat mich wieder einmal erstaunt. Ich muss dazu sagen, dass mich meine Kinder sehr oft zum Staunen und Nachdenken bringen!

Ja, warum leben wir eigentlich? Der Musiker Falco hat in einem seiner Lieder gesungen „Leben um zu Sterben.“ Das Sterben gehört zum Leben dazu, aber geht es nicht um den Zeitraum zwischen Geboren werden und Sterben?

Was machen und erleben wir in unserem Leben? Befüllen wir es, um ein erfülltes Leben zu führen, oder leben wir ein leeres Dasein. Ein Dasein das sich am Ende wie eine leere Hülle anfühlt, weil wir zu wenig Fülle zugelassen haben.

Du kannst am Morgen aufstehen und Dich auf einen neuen Tag freuen oder Dir denken „Oh mein Gott, jetzt muss ich das oder jenes schon wieder tun.“

Du kannst am Abend ins Bett gehen und mit einem Lächeln den vergangen Tag Revue passieren lassen, oder Dir denken, gut, dass dieser Tag zu Ende geht.

Die wesentliche Frage ist, was passiert zwischen diesen zwei Punkte, was passiert zwischen Anfang und Ende?

Jeder von uns trägt ein Feuer in sich. Stell Dir vor, Du hast eine schöne Kerze im Keller liegen. Die Kerze ist noch gut und sicher verpackt. Da es sich aber um eine seltene und schöne Kerze handelt, willst Du sie nicht anzünden, sonst könnte sie abbrennen, bis nichts mehr da ist.

Aber warum gibt es die Kerze? Warum ist sie am Leben? Die Kerze ist da, um zu scheinen. Die Kerze erhellt unser Leben, sie schenkt uns schöne Momente.

Im Keller in der Verpackung verkommt sie, sie kann ihrem Lebenssinn nicht nachgehen. Sie ist dafür da, um zu strahlen und um zu leuchten. Aber dafür muss sie angezündet werden. Zugleich ist das ihr Ende. Anfang und Ende gehören zusammen, aber was passiert dazwischen?

Wie sieht Dein Leben aus? Leuchtest Du in Deinem Leben oder führst Du ein Leben wie die verpackte Kerze im Keller?

Die eine richtige Antwort auf die Fragen meiner Tochter- „Warum wir eigentliche Leben“ – gibt es wahrscheinlich nicht. Was mich betrifft, habe ich meine Antwort (einige Monate später) gefunden. Es ist die Reise selbst mit dem Erlebten. Wie heißt es so treffend, „Der Weg ist das Ziel.“

Die Wanderung mit meinen Kindern zeigt mir, warum wir eigentlich Leben. Es sind die Erlebnisse und Momente zwischen Anfang und Ende, die das WARUM in unserem Leben bedeuten.

Warum sagen wir nicht viel öfter „Ja das mache ich!“. Warum sagen wir nicht öfter „Ja das probiere ich!“ Warum machen wir nicht das, was wir eigentlich TUN wollen?

Warum folgst Du nicht Deiner inneren Stimme?

Gehe Deinen eigenen selbst bestimmten Weg und komm ins Tun!

Folge dem Ruf der Freiheit!

www.diefreiheitruftdeinennamen.at

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